Der Teich von Familie Wegner
ca. 28m³
Nach längerer Recherche im Internet ist der Entschluss gereift einen KOI „Hochteich“ zu planen da unser Grundstück 1 Meter unterhalb der Terrasse liegt. Ein kleiner 3.000 Liter Teich war bereits vorhanden und sollte als Flachzone integriert werden.
Der Bau
wurde vollständig in Eigenregie durchgeführt. Der Teich wird 5,00 x 4,00 x 3,70
und 2,2m tief und hatte zum Schluss knapp 28.000 Liter Wasser. Die Betonwand
wurde voll armiert und mit Betonschalsteinen (Puzzeln für Erwachsene )
realisiert. Nun kann es auch schon losgehen:
Der Baubeginn, ausgraben der neuen Fläche und abstecken mittels Streben die die spätere Mauerhöhe markieren. Mindesttiefe für einen Koiteich 2 Meter.

Damit das ganze auch ein paar Jahrzehnte hält und keine Risse entstehen haben wir ein Fundament gegossen und U-Eisen gebogen um später Betonschalsteine 50x25x25cm aufsetzen zu können. Das sorgt für Stabilität und die Verbindung mit der Bodenplatte.

Bevor der Beton angerührt werden konnte musste noch der
Bodenablauf installiert werden.
Bodenablauf verklebt mit Tangit. Als Verrohrung 110er PVC Druckrohr. Zur Sicherheit noch eine Naht "INNOTEC" und Panzergewebeband gegen Steine. Doppelt hält besser. Es könnten auch gewöhnliche KG-Rohre aus dem Baumarkt verwendet werden.
Die 230 Betonschalsteine für das spätere Mauerwerk und die
Technikkammer wurden geliefert.

Das Fundament konnte jetzt ausgegossen werden. Der Beton wurde natürlich von Hand angerührt. Das war eine Arbeit. Mein Rücken!

Nach einigen Tagen Trocknungszeit durften wir Puzzel spielen. Das Fundament wurde mit der Wasserwaage ausgerichtet damit die erste Betonschalteinreihe gerade sitzt.

Von der Mauer zum Bodenablauf hin wurde ein leichtes Gefälle
betoniert um Schmutzablagerungen am Teichgrund zu verhindern. Von außen nach
innen circa 10 cm Unterschied.
In jeder zweiten Betonschalsteinreihe haben wir 8mm Eisen verarbeitet und die Ecken miteinander verbunden. So entsteht ein sogenannter Ringanker/Ringgürtel damit das ganze auch hält.

Rohre für den Oberflächenabsauger haben wir ebenfalls verlegt. Dazu einfach die Schalsteine kreisrund markiert und jeden Zentimeter ein Loch gebohrt. So lassen sich relativ leicht kreisrunde Durchbrüche machen. Der Durchbruch sollte 0,5m unter Wasseroberfläche angebracht werden. Dann kann man den Anschluss zur Not auch mal als Mittelwasserablauf verwenden.

Direkt angrenzend zum Teich entstand die Technikkammer. Das hat den Vorteil das die Rohrleitungen kurz sind und die Pumpe nicht so viel arbeiten bzw. Gegendruck hat. 90° Winkel wurden keine verbaut nur 2x45°. Das bremst den Wasserfluss nicht zu sehr wie die 90° Variante.

Hier sieht man die alte Teichmauer welche einfach alle 20cm mit der Flex in Blöcke zerteilt wurde. Eine Sau-Arbeit. Das war das schlimmste am ganzen Projekt ;)

Nachdem die Betonschalsteine mit Beton ausgegossen waren
wurde verputzt und das Vlies eingelegt. Zwischenstand: 40 Sack Zement, 17 Tonnen
Sand, 240 Betonschalsteine, unzähliger Stahl
Das sind also 1x Bodenablauf 110mm, 1x Überlauf 50mm, 2x75mm Rücklauf zum Teich, 1x Oberflächensauger (Skimmer) 110mm

Hier noch die betonierten Pflanzschalen für die spätere Bepflanzung

Die Ansicht der verputzten Mauer

Die Teichmauer wurde mit Latex-Aussenfarbe gestrichen. Bei der Farbwahl hatte ich leider kein Mitspracherecht.

Als Reiherschutz und da beim umsezten (neues Wasser) einige Koi sprangen haben wir in der Mauser V4A 10mm Rundedelstahl eingelassen und oben/unten ein Edelstahlseil gespannt, um das Netz aufzunehmen.


Für die Randbepflanzung und um die Folie zu kaschieren wurden zusätzlich noch Pflanztaschen unverrotbar aus PE gekauft und festgedübelt. Knapp 7 Meter am Stück. Die Teichfolie wurde oben 2cm umgeschlagen und mit Alu-Schienenfixiert.



Der Teichaushub wurde einfach auf einer Seite angeschüttet und es entstand eine kleine zusätzliche Terrasse. Am Koiteich darf ein japanischer Ahorn natürlich nicht fehlen.

Der alte Filter machte zu viel Arbeit und was den
Strombedarf anging spare ich jetzt über 50% Energiekosten.
Ich habe mich für einen
Trommelfilter mit großer Biokammer entschieden. Der Hauptvorteil: Das ist ein
System das sich voll automatisch reinigt. Das größte Problem war einen guten
HDPE Schweisser für das Gehäuse zu finden.
Ich hatte mich für
http://www.kurpfalz-koi.de/ entschieden. Meinen Dank an dieser Stelle.
Nach ein paar Tagen Planung wie der
Filter aussehen soll ging es dann auch schon los.
In 6-Tägiger Arbeit haben wir die neuen Behälter geschweisst.
Die Maße vom HEL-X Turm sind 1x1,63x1m der TF-Behälter ist 1,35x1x1m. Also
ungefähr 2900 Liter Volumen.
Der Aufbau
1. Kammer: 4x 110mm Einlauf
2. Kammer: Lavair Trommelfilter 40.000 Liter Durchfluss und Tauch-UVC +
Edelstahl Druckpumpe für die Spülung
3. Kammer: HEL-X
4. Kammer: Rohrpumpenkammer, 2x110 Ausgang
Da ich ein Fan von aufgeräumten
Filteranlagen bin wurden noch Halterungen für Sauerstoffschläuche und Tauch-UVC,
Inspektionsfenster für die Pumpen,
Kabeldurchführungen mit eingeschweisst.
.... hier die Seitenansicht und die Rückläufe.
Für die Verrohrung haben
sich flexible Muffen bewährt


.... die Hel-X Kammer. Das schwarze Loch.


.... die eingeschweissten Gitter im Boden der
HEL-X Kammer und Inspektionsfenster zu den Rohrpumpen.


Weiter gehts mit Verschönerung
der Technikecke.
Ein Deckel für die Technikkammer
musste her der keine Probleme mit Feuchtigkeit hat.
Das ganze war bisher nur provisorisch mit Teichfolie und Styroporplatten
abgedeckt.
Ich wollte etwas isoliertes, dass
Schnee aushält und sich gut öffnen lässt.
5cm starke Sandwichpaneelen, gesägt, ineinander gesteckt und mit Soudal FixAll
verklebt.
Das ganze dann drei-vierlagig mit Flüssigfolie grau gestrichen und zwei Wochen
gut austrocknen lassen.
Bei Fragen kann man mich
gerne unter
koi@felixwegner.de
kontaktieren.
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