Der Teich von Thomas Schweizer

ca. 110 m³

Wie ich zum Hobby kam 
Durch meinen Teich den ich im Jahr 2000 gebaut habe bin ich so langsam auf das Hobby- FISCHE gekommen.

Wie ich zum Neubau bewegt wurde  
Der jetztige alte Teich fasste ca. 6-8m³ war mit verschiedenen Ebenen für Teichpflanzen angelegt und hatte für seine Fläche viel zu wenig Volumen. Die gepumpte Filterversion der mit Vortex (800 Liter) und einem betonierten Mehrkammerfilter (2000 Liter) ca. 1,50m über Wasserspiegel stand und mit lauter 90°Winkel verbaut und somit sehr viel Pumpenleistung auf der Strecke liegen blieb, war für mich ein Grund im Internet nach Lösungen zu suchen. Die Filterleistung war dennoch sehr gut was mich aber nicht davon abhielt was größeres zu bauen.
LOTHAR´S FORUM gab mir dann den Beweis und noch mehr Anreiz zum Neubau eines Koiteiches.

 

Unser alter Teich:

   

 

Die Planung:

   

 

 

Aushub Filters 30.06.2006:

Der Bagger und der LKW stehen bereit. Vorher kamen die Fische raus und wurden bei einem Kumpel im Teich untergebracht.
Und ich dachte immer ich habe genug Platz im Garten

Der Aushub für den Filter und den Vortex begann. Als erstes fanden wir Nachbar´s Dachrinne die in 1m Tiefe durch mein Grundstück läuft und zwar genau da wo mein 2m tiefer Vortex hin

   


                                                                                                                                                     Hier hinten ist das Loch für den Vortex zu sehen (der wo sich da so

                                                                                                                                                       streckt bin ich, 1,70m klein) das Loch ist von Oberkante Vortex

                                                                                                                                            im fertigen Zustand dann 2,30m tief.

7 LKW Ladungen voll und ca. 42-45m³ später sind wir am anderen Ende des Filteraushubes angekommen.

 

Der Filterbau mit Vortex 02.10.2006

Jetzt kommen wir endlich zum Verlegen der Schlammablässe. Diese bestehen aus 110 KG- Rohr und den dafür vorgesehenen Valterra Zugschiebern, inkl. eines Kugelhahns der zur Sicherheit am Ende der Leitung sitzt.

Der Vortex Schlammablass wurde mit je 3 Stück 15°Bögen von den 2,30m tiefe auf 1,60m hoch geholt. (durch den Sog der entsteht zieht es den Schmutz auch bergauf)

    

Die Schlammablassrohre wurden mit Randsteinbeton fixiert und gleichzeitig der Boden bzw. die kleinen Fundamente für die Betonschalsteine ausgegossen.

Jetzt wird es Zeit für schweres Gerät, die 2 Schachtringe mit je 1m Höhe müssen gesetzt werden.

Hier liegen sie und warten darauf vom Bagger abgeholt zu werden.
Übrigens ist hier auch mein alter Filter (gepumpte Version) zu sehen, die Abdeckung ist aus 5mm starken Aluminiumblech

Jetzt schwebt einer zu seinem Bestimmungsort.

2,30m ist ganz schön tief, es muss ja noch der Konus eingebaut werden

   

Jetzt wird angefangen die Betonschalsteine zu setzen.

Jetzt ist man erst mal aus dem groben Dreck draußen und beim Betonschalsteine setzen sieht man mal wenigstens, dass es weiter geht.

Apropos Dreck, der Bagger und der nasse Boden haben dem schönen Rasen ganz schön zugesetzt. (Das Gesicht meiner Eltern kann ich hier nicht beschreiben
Das Bild hier ist noch harmlos

Das hier tut schon richtig weh

   

 

Die Dichtheitsprobe und der Kananlanschluß bzw. der Anschluß an die Zysterne 12.10.2006:

Nachdem die Schlammablässe im Filter und die Zugschieber (VALTERRA) in der Schieberkammer montiert wurden, habe ich die Zugschieber geschlossen und die Rohre komplett mit Wasser gefüllt, so auch im Vortex. Da hier der Schlammablass tiefer sitzt habe ich ein Standrohr aufgesteckt um zu Prüfen ob auch diese Leitung dicht ist. (Bevor die Zwischenwände montiert werden, sonst ist ein Umändern bei einer Undichtheit nur noch sehr schlecht möglich    Ergebnis jetzt nach 12 Tagen----100% DICHT

Schlammablass im Filter

Schlammablass im Vortex (mit Standrohr)

Der angefangene Mehrkammerfilter bei der Dichtheitsprobe. (ohne Zwischenwände!)

Der Kanalanschluß bzw. der Anschluß an die Zysterne die 11,3m³ fasst (diese muss aber noch gebaut werden)

Hier das aufgesteckte KG- Rohr für den Anschluß an den Filter und den Anschluss an die Zysterne

 

Betonschalsteine und Rohrdurchführungen 

Heute war es an der Zeit mit den Betonschalsteinen weiter zu machen und die Rohrdurchführungen die benötigt werden um von der Pumpenkammer die Zuläufe zum Teich legen zu können zu montieren

Hier ist die angefangene Schieberhkammer zu sehen

Und hier ein Teil des Mehrkammerfilters- in jeder Kammer ist senkrecht ein 10mm Betoneisen eingebracht und zwischen jeder Schicht liegt waagerecht auch ein 10mm Betoneisen

Die zwei Rohre werden vorsorglich in die Aussenwand der Schieberkammer gelegt, um später mal z.B. die Hausheizung im rechten Rohr in den Filter zu legen und links kann man z.B. eine Wasserversorgung mittels Pegelschalter zum automatischen befüllen einbringen

Das ist eine 160er Doppelmuffe die zwischen Pumpenkammer und Schieberkammer eingebaut worden ist. Daran werden die Zuläufe zum Teich mittels Verteiler gelegt. Hier sieht man auch ein um das KG- Rohr gelegtes Quellband- Kompriband, das sich bei Nässe ausdehnt und mir zusätzlich eine gewisse Sicherheit in Punkto Dichtheit bietet

   

Der Folienflansch! (das rote Klebeband ist nur zum Schutz der Dichtfläche aufgebracht)

Alle momentan verlegten Rohrdurchführungen hier in der Schieberkammer auf einem Blick.
links Unten= Wasserzufuhr über Pegelschalter möglich
gleich daneben= Hausheizungsanschluß möglich
daneben etwas höher= Zulauf zum Teich---diese Leitung muss halb um den Teich gelegt werden
die zwei ganz rechts sind die Folienflansche-- einer macht die Strömung im Uhrzeigersinn und der andere entgegengesetzt
links Oben die 160er Doppelmuffe um den Verteiler der Zuläufe an der Pumpenkammer anschließen zu können

Eine Reihe Betonschalsteine und der 10cm hohe Betonringgurt fehlen noch

 

Zwischenwände, Styrodur und Noppenbahn 20.10.2006: 
Heute haben wir angefangen die Zwischenwände im Filter zu setzen.
Die Zwischenwände bestehen aus 0,08m starken Rabattensteinen mit einer Höhe von 0,25m bzw. 0,30m.
Die Rabattensteine wurden mit Sicherheitskleber (Fliesenkleber) aufeinandergesetzt. Die erste Reihe verschwindet vollständig im Absetzkegel der Filterkammern, die zweite teilweise.
Es entstehen zwei Parallel verlaufende Filterlinien mit einer Kammergröße von:
Die ersten Kammern 2m lang 1m breit
die zweiten Kammern 1,70m lang 1m breit
die dritten Kammern 1m lang 1m breit.
Diese Kammern münden dann alle in die dahinter liegende Pumpenkammer mit 0,80m Länge und 2m Breite.

Im oberen Teil des Bildes ist die Pumpenkammer zu sehen

Hier die Kammern von der anderen Blickrichtung
also ist die Pumpenkammer im unteren Teil des Bildes zu sehen

Nun mal eine Kammer in Nahaufnahme

Das ist die Außenseite der Filterkammer, diese wird mit 40mm Styrodur isoliert und dann mit einer Noppenbahn gegen die Erdfeuchtigkeit geschützt

Da sieht das ganze schon etliches fertiger aus, ist zwar nur ein kleines Eck aber immerhin ist es schon mal mit Erde aufgefüllt

 

 

Isolierung des Filters 21.10.2006:
Heute haben wir den Hohlraum zwischen Garage und Filter aufgefüllt, dies war wichtig, da wir die Fundamente der Garage doch schon etwas untergraben habe. Der Hohlraum wurde bis über die Bodenplatte der Garage komplett mit Beton gefüllt (man soll´s nicht glauben was so ein kleiner schmaler Streifen so alles frisst) der Filter wurde dann mit 40mm starken Styrodurplatten isoliert und die restlichen 60cm mit Schotter 8-16 aufgefüllt.
Wenn alles fertig ist kommt überall noch eine 10cm starke Betonschicht (Betonringgurt)drüber.

Die Isolierung (40mm Styrodur)

Der Schotter 8-16 der aufgefüllt wurde. Später kommt hier noch ein Betonringgurt drüber

 

Konischer Schlammablass 28.10.2006:
Das verhältnismäßig schöne Wetter haben wir heute nochmal ausgenutzt und haben im Filter einen Teil der Böden eingebaut.
Die Schmutzwasserabläufe wurden mit Quellband (Komprieband) beklebt und dann wurden Beton, Steine und Eisen in die Filterkammern eingebracht um das ganze konisch zum Ablauf hin zu modellieren.
Der Glattstrich ist Hammergeil geworden (Danke nochmal an meine Helfer)

Das ist die große Kammer noch in ziemlich leerer Gestalt, wird nun aufgefüllt.

Erst etwas Beton dann Steine und Eisenmatten

Hier ist die Rohform schon etwas modelliert. Extra rauh gelassen, sodass der Glattstrich wenn die Rohform getrocknet ist darauf aufgebracht werden kann und besser hält.




Der Glattstrich. Ein echtes Meisterwerk!

Damit man die Schräge in der großen Kammer besser erkennen kann hier mal mit einem Meterstab als Vergleichsstück

Hier die kleinere Kammer in Rohform

 

Die Zuläufe zum Filter 18.11.2006:
Aufgrund der früh einsetzenden Dunkelheit geht der Bau des Filters leider nur langsam voran. Tagsüber muß ich auch noch Geld verdienen.
Jetzt wurde der Freitag und der Samstag dazu genutzt die sechs Zulaufleitungen vom Teich zum Filter zu legen, also nur die Verteilung bzw. die Sammlung der sechs 110er KG- Rohre in einem 200er KG- Rohr.
Die Y- Abzweige zeigen gegen die Fließrichtung und dienen als wartungsöffnung, sodaß die Rohre zu den Bodenabläufen gesäubert werden können.
Es werden zwei Oberflächenskimmer und vier Bodenabläufe montiert.

Hier ist die Kammer und der Vortex zu sehen, in diesem gemauerten Teil befinden sich die Rohre und die Schieber um alles steuern zu können. Das kurze Stück Mauer die etwas halbrund ist ist später schon ein Teil vom Teich

Die Sammlung der sechs 110er KG- Rohre im 200er KG- Rohr mit Y- Abzweigen auf denen noch ein Standrohr bis über die Wasseroberfläche führt und somit als Wartungsöffnung dient

Hier sieht man den Anschluß des 200er KG- Rohres das in den Vortex führt.
Das 110er KG- Rohr das ganz nahe am Vortex vorbei läuft ist die Dachrinne des Nachbars, die hab ich unerwarteterweise beim Bau des Vortex gefunden, den Y- Abzweig der Dachrinnenablaufleitung nutze ich als Teichüberlauf

Hier im oberen Bereich des Vortex ist eine Kernbohrung zu sehen, an der der Teichüberlauf an die Dachrinne angeschlossen ist.

 

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Kommentare zu Leserteich Thomas Schweizer

Wahnsinn. Glückwunsch zu dem Teich. Und der Filter. Ich dachte anfangs das es der Teich würde. Das einzige was ich anders gemacht hätte, wäre die Folie gewesen. Hatte anfänglich auch vor sie zu nehmen bis ich auf jemanden gestossen bin der 2mm PE Folie faltenfrei verschweißt. Das war es Wert.

Ansonst ein super Projekt. Gruß Daniel


Hallo Thomas,
ich habe ihren Beitrag bis zur letzten Seite, mit Spannung gelesen
und vor allem , bestaunt.
habe selber nur einen kleinen Teich,doch bin ich wie sie, auch
...........Loi infiziert...........!!!!!!!!!
superschön die Koi an ihrem eingebauten Fenster.
freue mich schon auf ihre nächsten Fotos die den Teich in Voll-
endung zeigen. den Beitrag werde ich mir speichern, da bei uns mit
Sicherheit auch noch eine Vergrößerung des Teiches ansteht.
Durch ihre detailierten Bilder kann man gut sehen, wie man so einiges
richtig bewerkstelligt.
beste grüße,
Gabriele Schürmann
 


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