Der Teich von Olaf Babbert

 ca. 54 m³

Wie vermutlich alle von uns fing alles mit einem kleinen Goldfischteich an und endet dann doch irgendwann einmal beim Großprojekt! Der Neubau ist sozusagen die Version 4.0 meines Teichs. Alles begann im Dezember 2004. Plötzlich verlor ich ca. 3 m³ Wasser pro Woche. Das Problem war nur, das meine Wasserleitungen Außen eingefroren waren. Also schnell einen Wasserhahn in der Waschküche installiert und den Wasserschlauch aus dem Keller in den Teich führen. Meine alte Filteranlage bestand aus einem Ultrasieb, einem Ultrabead 100, einer UV 110Watt, einem Abschäumer (Marke Eigenbau), einem SK mit Reaktor und einem 2-Kammer Filter. Meine Wasserwerte waren immer optimal. Vermutlich auch wegen der unendlichen Wasserpflanzen (zu denen nachher noch mehr). Bei der Planung standen folgende Punkte auf der Wunschliste:

-          Filtersystem das energiesparsam und leise ist (ja leise, habe einen Nachbar der ziemlich verärgert war als meine beiden ITT Pumpen im Sommer mit Volllast liefen)

-          Eine Teichform die mir ermöglicht die Fische an allen Stellen mit dem Kescher zu erreichen

-          Strömungsverhältnisse die möglichst eine optimale Kreisströmung erreichen

-          Bodenabläufe die auf jeden Fall auch später einmal mit einer Rohrreinigungsbürste zu reinigen sind (Revisionsschacht, keine 90 Grad Winkel)

-          Einbeziehen meiner vorhanden Wasserpflanzen

-          Japanischer Stil mit Azaleen und Granit Findlingen

Das Wasser sollte über 2 Bodenabläufe und 2 Skimmer in 2 Geyser Filter mit vorgeschalteten  Spaltsieben, durch eine UV, über einen Bachlauf und durch den Pflanzenfilter mit einer Ringleitung wieder zurück in den Teich. Jetzt wurde gerechnet und gerechnet, aber es ergab sich keines falls die notwendigen 0,5 m/s Strömungsgeschwindigkeit in den 110er Rohren. Außerdem waren die Informationen über den Geyser Filter nocht recht spärlich.

Dann kam die zweite Idee: Bau einer großen Absetzkammer in der 3 Answer eingebaut werden und danach eine große Biokammer mit Japanmatten und über 4 Oase Aquamax 10000 Pumpe zurück in den Teich bzw. in den Pflanzenfilter. Diese Kombination habe ich nicht weiter verfolgt, da mir die Energie zur Reinigung des Answer einfach nicht gefallen hat. Auch wenn es auf den ersten Blick eine geniale Idee war (OASE Pumpen haben 110 Watt und haben 5 Jahre Garantie) dieses System ist von der Energieausbeute auch nicht viel besser als mein altes System und es kann das Problem mit hartem Wasser aufkommen das die Answer verstopft!

Der Filter ist jetzt wie folgt geplant: Bau einer großen Filterkammer (360x360x125cm) mit einer separaten Absetzkammer in die die Skimmer einmünden. Gepumpt wird diese Absetzkammer über 2 Aquamax 10000 zum einen durch eine UV in den Bachlauf und zum anderen in eine 75er Zuleitung in den Filterteich. Die beiden Bodenabläufe werden in die Spaltfilter geführt und über Red Dragon 12500 in die Polygeyser Filter gepumpt, in eine Rückleitung wird die 6 kW Heizung eingebaut. Bis zum Filterbau ist ja noch einige Zeit zum überlegen, vielleicht fällt mir ja noch die eine oder andere Verbesserung ein.

Am 01.01.2005 fing dann der eigentliche Bau an. Zuerst musste eine geeignete „Lagerung“ meiner 19 Koi gefunden werden.  Nach Rücksprache mit meinem Fischhändler ist es absolut kein Problem bei den tiefen Temperaturen und wenig bis gar keiner Fütterung die Fische in 3 – 4 m³ Wasser zu hältern. Also musste mein altes Quarantänebecken raus, hatte nur ca. 1000l, und ein Monster Becken in meine Quarantänestation installiert werden. Bei Flohs habe ich mir dann ein 3,5m³ Becken besorgt und dieses mit meiner Filteranlage eingefahren. Die Fische ließen sich dann aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen relativ leicht fangen. Bis heute fühlen Sie sich anscheint wohl in dem Becken. Das ganze ist mit einem OASE Filter, einer Aquamax 5500, einem UV mit 36W und einer 3kW Heizung ausgestattet. Füttern tu ich zur Zeit bei 6 Grad Wassertemperatur lediglich 2 mal pro Woche.

 

Dann kam das Leerräumen des alten Teichs. Nach der Aktion war mir klar das ich nicht noch eine Saison mit diesem Teich ohne nennenswerte Probleme ausgekommen wäre. Ich hatte keine Ahnung wie viel Dreck sich im alten Teich befunden hat. Auch wurde mir bewusst welche Ausmaße meine Wasserpflanzen bekommen haben. Ich musste mit wirklich schwerem Gerät (Kettensäge) an die Wurzeln. Für die Wasserpflanzen habe ich mir aus Teichfolie und einem Holzgerüst quasi ein kleines Becken gezimmert und mit Wasser gefüllt. Hier werden die Pflanzen überwintern.

Am Anfang war die Überlegung den Teich in Handarbeit auszuschachten (Die Zufahrmöglichkeiten sind sehr begrenzt bei mir).  Allerdings fand ich keine geeigneten Helfer die preiswert in Stundenlohn diese Knochenarbeit hätten ausführen wollen. Dann begann ich bei den umliegenden Tiefbauer anzufragen. Leider ohne großen Erfolg. Glücklicherweise stieß ich auf eine kleine Baufirma im Nachbarort die ganz scharf drauf war die Tiefbauarbeiten auszuführen. Allerdings war dann immer noch nicht geklärt wie a) der 2,5t Bagger in den Garten kommt und b) ca. 100t Erde wieder raus. Die Anfrage bei der Autokranvermietung ergab pro Hebung Kosten in Höhe von € 250,-- und die Erde wäre immer noch nicht draußen gewesen. Die Vorschläge des Bauunternehmers über einen Baustrasse das ganze zu lösen gefiel mir nicht da diese über meine Holzterrasse geführt hätte. Also noch mal in den Garten, Zollstock in der Hand und eine Alternative finden. Die Version 3.0 meines Teichs haben wir damals mit einem kleinen 1,8t Bagger über einen schmalen Weg zwischen Haus und Nachbar gebaut. Glücklicherweise war es breit genug für den 2,5t Bagger. Diese „Straße“ wurde dann gebaut. Einen weitern glücklichen Umstand habe ich es zu verdanken das ich meinen Aushub sehr günstig los werden konnte. Leider sind zur Zeit alle Deponien hier im Umkreis geschlossen, nur eine einzige war geöffnet. Allerdings wollten die rund 10€ pro t. Normal sind 3,90€/t ! Bei der Stadtverwaltung bekam ich dann den Hinweiss mal bei der Autobahnbaustelle nachzufragen. Die A5 wird zur Zeit hier in unserer Gegend neu gebaut. Also wird jetzt ein Teil der neuen A5 mit meiner Gartenerde gebaut. Allerdings sollte man sich von Anfang an darüber im Klaren sein, das Baggerfahrer keine Schönheitschirugen sind und das das eine oder andere schon mal passieren kann (gefrorener Boden führte zum Abrutschen des Baggers in die Teichgrube der dann nur mit einer Seilwinde und vielen Helfern rausgeholt werden musste, die Kette kann schon mal runterspringen und Rücksicht auf Pflanzen wird grundsätzlich nicht genommen)

      

Die ganzen Erarbeiten haben mich somit etwa € 2500,- gekostet und jede Menge Nerven. Hier hätte vielleicht ein etwas erfahrenerer Baggerfahrer weniger Schaden angerichtet. Aber das nur am Rande. Die Schäden sind nicht ganz so schlimm.

Die Feinplanung des neuen Teichs sieht jetzt wie folgt aus: Die große Filterkammer wird mit einem Holzdeck abgedeckt und die beiden getrennten Teiche laufen unterhalb der Brücke zusammen. Verbunden sind die Teiche über 150er Rohr mit Zugschieber, damit der Filterteich kpl. Vom Koi-Teich abgetrennt werden kann. Der Filterteich bekommt einen Bodenablauf über den später gereinigt werden kann und bekommt ein 75er Drainagesystem gespeist von der Aquamax 10000. Der Koi Teich wird ein Volumen von ca. 54m³ haben und der Pflanzenfilter ein Volumen von ca. 15 m³.

Nächste Woche geht es weiter mit Zelt stellen, Bodenabläufen einbauen, etc.

Die ersten Arbeiten

Die Baggerarbeiten gingen zu Ende und die Schalung für den Teich konnte beginnen.

Zuvor wurde eine 80 m² Plane über die Teichgrube gespannt. Somit können die Laminat Arbeiten auch bei schlechtem Wetter durchgeführt werden. Ich hoffe nur, dass diese Konstruktion auch halten wird.

Bei meinem Teich werden Dachlatten in den Boden geschlagen und mit Hartfaserplatten beplankt (ähnlich wie beim Bootsbau). Bevor laminiert wird werden die beiden Bodenabläufe und die beiden Skimmer mit 110 Druckrohr verlegt, ebenso die Zuleitungen für die Strömung (75er Rohr). Es werden keine 90 Grad Winkel eingebaut sondern alles mit 2 x 45 Grad mit Zwischenrohr ausgeführt. Der Widerstandsbeiwert von dieser Lösung ist sogar noch etwas günstiger als bei einem 90 Grad Bogen. Leider geht es ja nicht ganz ohne. Ich warte nur darauf, dass jemand einen 100er flexiblen Schlauch entwickelt, der die gleichen Eigenschaften eines PVC Druckrohres hat und dabei fast keinen Strömungswiederstand leistet.  Das wäre ein richtige Revolution beim Bau von Koi Teichen!

 

Leider ist der Polygeyser Filter immer noch nicht lieferbar. Langsam werde ich etwas nervös, denn die gesamte Planung der Filteranlage ist auf diesen Filter ausgelegt. Als Backup Lösung habe ich dann nur den UB 100, den ich Notfalls noch einbauen könnte. Oder aber ich baue die Filterkammer in ein normales Schwerkraftsystem um. Ich habe mir um eine objektive Bewertung der Filterwahl durchführen zu können eine Matrix erstellt nach der ich die einzelnen Systeme bewertet habe. Sicher ist das nicht ganz objektiv da jeder andere Präferenzen in sein Filtersystem setzt. Aber zumindest ist das für mich ein Ansatz gewesen meine Entscheidung auch zu begründen. Am Ende war es die Gesamtoptik die dafür sorgte das ich für das 2. platzierte System entschieden habe. Der Trommelfilter und die Biokammer stehen mindestens 30cm über der Wasseroberfläche und somit würde die große Holzterrasse weit über der Wasseroberfläche stehen würde.

Hier meine Bewertungsmatrix:

Ich habe folgende Parameter selbst festgelegt:

Kosten pro Kammer: € 1000,-; Kosten Biomaterial/Füllung € 400,-; Kosten Vortex € 1500,-; Strombedarf Trommelfilter habe ich für die Spülungen mit 50W angesetzt. Als Pumpen kommen für die Answer Variante 4 Oase Aquamax 10000 zum Einsatz, beim Polygeyser 2 x Red Devil + 2 AQ 10000, Beim Trommelfilter eine Linn 03 + eine AQ 10 für den Bachlauf und beim Mehrkammerfilter eine Linn 01 + 2 AQ10000 und beim Ultrabead 2 ITT/Speck Druckpumpen. Eine UV Anlage ist nicht mit eingeflossen, da diese in jeder der 5 Anlagen gleich ist.

Autor: Olaf Bappert, Februar 2005

Laminat Arbeiten

 

Jetzt geht es an die Wände laminieren. Hierzu wurden Glasfasermatten mit Harz getränkt und 3-fach übereinander gelegt. Die kommen dann an die Hartfaserplatten, die zuvor mit Harz bestrichen sind.

  

 

Das war der Anblick am 08.02. 20cm Neuschnee über Nacht. Das war das Ende zumindest für einen Tag. Ich befürchtete schon, das mit dem Neuschnee die ganzen Arbeiten jetzt mindestens für eine Woche ruhen würden. Aber am nächsten Tag ging es weiter mit dem Teichboden. Hier wurde 0/35 Split als Basis zum Aufbau des Bodens genommen. Dieser dient auch dazu bei, das die Teichwanne nicht aufschwemmen wird, falls es mal wirklich sehr stark regnet. Darüber wird nicht gewaschener Sand, sog. Füllsand, als Deckschicht darüber gelegt.

Die Anschlußwände wurden vorher selbstverständlich angeschliffen damit das Laminat auch an den Wänden haftet. Auch für den Boden wurden 3 Lagen Glasfasermatten mit Harz getränkt und auf den Sand laminiert. Hierzu sollte man sich natürlich Schuhe ohne Absatz besorgen. Es würden sonst hässliche Abdrücke entstehenJ. Der Sand wurde selbstverständlich vor dem laminieren mit entsprechendem Gefälle zu den beiden Bodenabläufen modelliert.

Heute ist der Filter endlich angekommen. Endlich konnte ich mir den Filter live ansehen und mit der Planung der Rohrleitungen beginnen.

Nächste Woche Bau der Filterkammer und des Filterteiches

Laminat2 und Filterkammer

Die ganze Tiefzone wurde mit Dachlatten verstrebt um dann eine Schüttung aus Blähton dahinter zu bekommen. Die hat zwei Vorteile: Zum einen nimmt sie Feuchtigkeit auf und zum anderen hat sie eine isolierende Wirkung. Der ganze Randbereich kann dann verdichtet werden.

Der Aufbau der Steinauflagen geht prinzipiell genau wie die Tiefzone vonstatten. Zuerst werden Pfähle eingeschlagen, an die dann mittels Lasernivelliergerät in der richtigen Höhe (OK Wasser + 2cm) Hartfaserplatten angeschraubt werden. Der Bodenbereich wird dann wieder mit Sand aufgebaut. Das ganze wird dann mit 5 Lagen GFK laminiert.

Parallel dazu wurde mit dem Bau der Filterkammer begonnen. Ein ca. 80cm tiefer Pumpensumpf wurde ausgehoben und verschalt. Die Bodenplatte wird aus B25 Beton gegossen und die Außenwände aus 24er Splitbetonsteinen gemauert. Die Steine haben den Vorteil, das sie sehr gut eindringende Feuchtigkeit aufnehmen könnten. Die Außenwände werden dann mit einem Bitumenanstrich versehen, eine Noppenfolie reingestellt und mit Split verfüllt. Die Absetzkammer wird ebenfalls schon mit 10er Betonsteinen gemauert.

Jetzt kommt das Topcoat auf das GFK. Ich habe mich für ein dunkelgrün entschieden. Dadurch soll das Wasser später einen bläulichen „Stich“ bekommen. Warten wir es mal ab. In die Auflagen für die Steine wird in das feuchte Topcoat noch feiner Quartsand gestreut, damit der „Mörtel“ für die Steine noch haften kann. Für den kpl. Teich haben wir genau 1 Stunde gebraucht!

Und dann kam der Moment der Wahrheit. Die Sonne kam auf und die Plane wurde entfernt. Geiler Anblick.

Jetzt mussten die Bodenabläufe und Skimmer noch in die Filterkammer geführt werden. Für die beiden Bodenabläufe habe ich lediglich 4 x 45 Grad Bögen verbauen müssen. Ich hoffe wirklich das sich das positiv auf meine Strömungsgeschwindigkeit in den Abläufen bemerkbar macht und eine spätere eventuell notwendige Reinigung einfach macht. Lediglich bei den Skimmern sind es erheblich mehr Fittinge die benötigt wurden, ließ sich aber nicht vermeiden, damit die Rohre unter der Teichschale verlaufen können. Skimmer1 hat 8 x 45Grad und ein 90 Grad Winkel und Skimmer2 hat 9 x 45Grad und ein 90 Grad Winkel.

Nächste Woche geht es weiter mit dem Filterteich und dem Bachlauf.

Filterteich, Bachlauf und Steinaktion

 

Nach dem alle Rohre an die Filterkammer angeschlossen waren konnte der Filterteich begonnen werden. Auch dieser wurde wie der Koi-Teich in GFK in der bekannten Bauweise erstellt. Dachlatten gestellt für die Tiefzone, mit Hartfaserplatten beplankt und auf Höhe abgeschnitten. Anschließend laminiert. Schotter und Sand eingebaut und anschließend laminiert. Rand ebenfalls aus Latten und Hartfaser gestellt und auf die Höhe abgeschnitten, anschließend fertig laminiert. Der Rand des Filterteichs soll mit Ufermatten die ich noch vom alten Teich habe belegt werden. Diese Matten sind aus grünem Flies und mittlerweile super durchwurzelt. Sie decken die Ränder ab und sehen, wenn die Pflanzen dann mal gewachsen sind super aus.

Wir haben jetzt Ende Februar und die Temperaturen sind weiter tief im minus, leider behindert dieses Wetter mittlerweile die Arbeiten erheblich. So zum Beispiel sollte die Filterkammer verputzt werden und der Boden gefliest werden. Leider gibt es aber keine Plus Temperaturen. Somit steht im Moment alles still

Allerdings konnten wir die restliche Erde noch wegfahren. Hierzu war es noch mal notwendig einen Minibagger und einen Radlader zu mieten (hat aber wieder viel Spaß gemacht J ). Mann kann am Anfang der Erdarbeiten gar nicht genug Erde wegfahren. Ich habe mich jedenfalls dabei erheblich verschätzt. Geplant waren insgesamt so 10-15 LKW´s. Jetzt nach Ende der Erdarbeiten sind wir auf ……..37 LKW Ladungen gekommen. Das sind ca. 260 to Erde! Und ich wollte am Anfang der Planung das noch alles mit der Hand ausheben lassen.

Nach wieder einer Woche Baustop kam er dann. Lange erwartet und doch mit etwas gemischten Gefühlen im Bauch. 60to, 40m Ausladung, groß, gelb, stark. Der Autokran!

Selbstverständlich braucht es für diese Größe eine Straßensperrung und die lässt sich die Gemeinde für 7 Stunden mit € 48,- bezahlen (Ohne Schilder!). Mir war es nicht ganz einerlei als ich die Granitfindlinge so über mein Haus schweben sah.

Die Steine wurden auf Unterlagen so platziert, das sie wenn Wasser im Teich ist, teilweise im Wasser liegen. Die Zwischenräume unter den Steinen werden dann noch vermörtelt.

Ich war verdammt froh als abends der Kran den letzten Stein (es waren insgesamt 29 Stck.) drin hatte und abgebaut wurde. Zur Info, so ein Kran kostet pro Stunde € 100,--!

Jetzt werden noch die Kabel und Unterwasserscheinwerfer eingebaut (damit die Kabel zwischen den Steinen verschwinden) und dann ist erst mal Pause. Weder der Plattenbelag, das vermörteln der Steine, die Pflanzarbeiten und der Rest kann bei diesen Temperaturen erfolgen. Ich hoffe das es ab Mitte März wirklich langsam mal wieder wärmer wird.

 

Das Finale

 

Endlich wurde das Wetter besser und es ging weiter. Die Steine wurden jetzt mit „Mörtel“ auf der Teichschale befestigt. Der Mörtel besteht aus Quarzsand, Harz und Härter.

Ebenfalls wurden die letzten Harzarbeiten am Bachlauf abgeschlossen. Die Überläufe wurden laminiert, damit das Wasser auch wirklich über den Steinen läuft und nicht dahinter kann.

Den größten Fortschritt sah man, als ca. 6m³ Granitsplitt ankam und die Teichränder gestaltet wurden. Auch wurden bereits ein Teil der Pflanzen mit integriert. Um meine Pumpenkammer später besser sauber halten zu können habe ich diese mit Spaltplatten belegt und einen 10cm Sockel umlaufend angebracht. Somit bin ich gegen eventuelles „Hochwasser“ in der Filterkammer gewappnet. Die SiFi Patrone konnte jetzt endlich auch eingebaut werden. Erste Versuche die Patrone zusammen mit der Filterteichpumpe zu betreiben verliefen nicht zu dem gewünschten Erfolg. Deshalb wurde die Patrone jetzt an eine separate 3m³ Pumpe mit 40W angeschlossen und läuft mittlerweile seit 2 Wochen ohne irgend ein Problem.

Für die Filteranlage habe ich mir dann eine Woche Urlaub genommen und die beiden Geyser Filter mit UV und Heizung innerhalb von 3 Tagen „eingeklebt“. Der große Tag der Inbetriebnahme sollte Karfreitag sein. Mein Filter Händler hatte mir schon einmal vorsorglich 5 Tuben Adhesal gegeben um eventuelle undichte Stellen zu reparieren. Dank Tangit wurde keine einzige Tube benötigt. Frühere Installationen von mir sahen teilweise schon recht abenteuerlich aus, aber dieses mal habe ich wirklich gut geklebt.

  

Etwas zum schmunzeln: Ich wollte sparen und entschloss mich die Abläufe der Geyser Filter mittels T-Stück zusammen zu schließen und nur mittels einem Zugschieber zu entleeren. Tja leider hatte ich die Rechnung ohne die Physik gemacht. Ich wunderte mich das ein Filter anscheint nicht funktioniert. Jedenfalls spülte er nicht. Das Wasser lief auch durch den Schmutzablauf über den 2. Filter zurück in den Teich. Also musste ich dann doch den 2. Zugschieber einbauen.

Dann kamen noch die restlichen Pflanzen und alles wurde angelegt und dekoriert.

Insgesamt wurden folgende Pflanzen gepflanzt:

2 x Acer palmatum (Fächerahorn)                                                          

3 x Azaleen Solitär für Teichrand                                                            

1 x xSchlitzahorn Solitär                                                                           

2 x Pinus mugo Mops (Kissenkiefer, dicht rundlich)                     

5ß x Diamantazaleen als Flächenpflanzung                                                 

3 x Pieris jap. Predlude                                                                          

400 x Azorella trifurcata (Andenpolster)                                                     

So jetzt noch ein paar Bilder vom fast fertigen Teich. Das Holzdeck muß nur noch gebaut werden.

 

  

  

  

   

  

 

  

Kleines Fazit: Am 01.01.05 habe ich meine Fische in 3,5m³ umgesetzt. Am 01.04.05 sind die Fische in ihr neues Domizil eingezogen. Die Fische haben es ohne Probleme überstanden. Das war meine größte Sorge bevor ich dieses Projekt gestartet habe.

Meinen Teichbauer kann ich nur weiter empfehlen. Ich hätte nicht gedacht das es noch wirklich gute und zuverlässige Handwerker gibt!

Von der Funktion der Geyser Filter bin ich von der ersten Minute als sie liefen begeistert. Ich habe ja schon etwas Erfahrung mit unterschiedlichsten Filtertypen. Wie sich die Wasserwerte im laufe der Zeit entwickeln werden, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Das gesamte Filtersystem läuft seit Ostern vollkommen automatisch und ohne irgend ein Problem.

Würde ich es wieder tun? JA! Die Version 5.0 beginnt gerade im Kopf zu entstehen.

Und so sieht ein müder Teichbauer nach getaner Arbeit aus:

Wir sind der Meinung: Bei so einer gelungenen Anlage hat man sich eine Pause verdient!!!

 Version 4.1, erste Änderungen, SiFi und O2

Wie Robert Kah mal schrieb ist neben dem Hobby Koi ein ganz wesentlicher Teil des Hobbys seinen Teich zu bauen bzw. umzubauen.
Nach den wenigen Wochen gefiel mir einfach die „alte“ Holzbrücke nicht mehr. Sie passte überhaupt nicht zum Gesamtbild.

Also, Umbau zur Version 4.1. Die alte Brücke wurde demontiert und neue Fundamente für eine Steinbrücke in den Filterteich einlaminiert. Hier hat sich mittlerweile wirklich die Entscheidung GfK zu nehmen bezahlt gemacht. Umbauten sind hierbei überhaupt kein Problem. Topcoat abschleifen, neu einlaminieren, frisches Topcoat drüber und fertig.

  

Für einen Samstag im Mai, habe ich dann wieder den bekannten Autokran bestellt und die 3to Steinbrücke samt den Findling wurden über das Haus gehoben und eingebaut. Tja und dann kam die Ernüchterung. Die Brücke war viel zu massiv. Passte noch weniger als die Holzbrücke zum Gesamtbild. Jetzt muß dieses Monster wieder raus!

Die SiFi Patrone machte mir ebenfalls Probleme. Zum einen blieb der Rotor anfangs stehen und bei voller Leistung der Pumpen konnte nicht genug Wasser durch. Meine Erfahrung ist das ca. 18-20 m³/h problemlos durchströmen. Messner Pumpen, sowohl die MPF3000 als auch die MPF6000 sind nicht geeignet. Ebenfalls die kleinen Heißner Pumpen mit 2200l bzw. 3300l sind nicht geeignet den Rotor dauerhaft sicher zum Drehen zu bringen. Diese Pumpen bringen einfach nicht genug Druck. Da ich auch noch einen Sauerstoffreaktor nachrüsten will brauche ich aber 5m³/h für den Bachlauf, 16m³/h für den Filterteich und 5m³/h für den Oxitube Reaktor, also 26m³/h + ca. 1 m³/h für die Sprühpumpe. Rüdiger Quetnau kam dann mit einer größeren SiFi und einer Seerose Pumpe (40W) zu mir. Austauch gegen die kleine SiFi, seit dem läuft alles super. Allerdings wurde die Pumpe noch mit einem Vorfilter aus 2 Patronenfilterelementen ausgerüstet, damit auch wirklich nur sauberes Wasser in die Sprüharme kommen kann. An dieser Stelle einmal ein herzlicher Dank für den Service den Rüdiger und sein Bruder hier geboten haben. Das war wirklich super.

Mein Sauerstoffgehalt pegelte sich bei 15 Grad Wassertemperatur um die 80% ein. Ich befürchte das bei steigender Temperatur der Sauerstoffgehalt in Regionen sinken wird, der für die Fische nicht gesund ist. Also wurde ein Oxitube-Sauerstoffreaktor und ein Oximaxx-Sauerstoffkonzentrator eingebaut, da dies zur Zeit die einzige Möglichkeit ist Sauerstoff effektiv in den Teich einzubringen. Die ganze Sauerstoff Einheit wird mittels IKS gesteuert, sobald der Sauerstoffgehalt unter 90% fällt, regelt die IKS eine ITT 75 (wird übrigens über einen Frequenzumrichter auf 150W beschränkt) und das Magnetventil am Oxitube so das das Wasser mit dem Sauerstoff durchmischt wird und drückt es über eine 50er PVC Leitung zurück zum Teich. Den Sauerstoffgehalt messe ich übrigens direkt im Einlauf des Ultrasieve. Die ersten Erfahrungen sind, das die Sauerstoff Einheit zur Zeit noch nicht effektiv genug arbeitet. Hier muß ich  noch die richtige Einstellung (Druck im Reaktor, Leistung der Pumpe) finden. Mittlerweile läuft die ganze Einheit pro Tag  maximal 1 Stunde um den Teich konstant auf mindestens 90% Sauerstoffgehalt zu halten. Allerdings das ganze erst seit ich meine 2 Jahre alte O2 Elektrode gegen die neue von Andreas Schack ausgetauscht hatte. An meiner alten bin ich fast verzweifelt! Der Oxitube lief am Anfang den ganzen Tag mit voller Leistung und mein Sauerstoffwert kam einfach nicht über 93%, bis ich mal mit dem WTW gemessen habe…….. Also nicht immer alles glauben was auf der iks angezeigt wird!

 

Und die dazugehörige Steuer.- und Regelung.

  

Die ersten Wasserwerte sind auch schon da:

                                                  12.04.         24.04. 11.05.

pH                                             8,14            8,06    7,68

GH                                            8                  6         8

KH                                            5                  5         6

NH4                                          0                  1,0      0

NO2                                          0,2               <0,2    <0,2

NO3                                          20                20       20

PO4                                          0,1               <0,1    <0,1

Fe                                             0                  0         0         

Cu                                             0                  0         0

O2                                             98%            78%    105%

Anfangs habe ich sehr spärlich gefüttert, aber mittlerweile kommt pro Tag etwa 900g Futter in den Teich. Ich habe keine Fadenalgen, kaum Schwebstoffe und klares Wasser bis zum Boden. Die Wasserwerte sind alle im „grünen“ Bereich. Also kleines Fazit: Meine Filterung scheint effektiv zu funktionieren und die Geyser arbeiten wirklich und das fast wartungsarm.

So, ich bin mal gespannt was mir für die Version 4.2 noch alles einfällt, Ozon, Salzsäure und Brunnenbau schweben mir schon lange durch den Kopf.

 

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Kommentare zu Beispielteiche Olaf Babbert

Alle Achtung, geiler Bericht und toller Zeich. Habe mit meiner Frau sehr viel gelacht. Wir wollen im Frühjahr unser nächstes Projekt starten ( 3.0 ) Ich hoffe unser letztes Projekt, möchte ja auch die Fische genießen. P.S. Die Holzbrücke hat uns auch besser gefallen.

Gruß Clemens

Mail:  clemens.heike@gmx.de


Hallo Olaf Babbert

Habe eine Frage zu auftragen von topcoat.Habe auch einen Beton Teich gebaut und dann mit gfk laminirt nach einmahligem auftragen von topcot habe ich mit dem Wasser auffüllen begonnen ,am abend dann das Wasser abgestelt.Am nächsten Mogen hat ungefär 20 cm vom Wasserspiegel gefeht.Kann es sein das ich zu wenig topcot aufgetragen habe ? An manchen stellen kan man noch die GFK stuktur erkennen.Was hast du für mengen benutzt kg ? .Bei mir waren es für eine fläche vo 110 quadratmeter 23 kg Topcoat

 Mfg

Kaiser Ulrich

Mail: kaiser.ulrich@haldex.com


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Private site
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