Der Teich von Jörg Hinrichs
Stand: 27.01.2008
ca. 35m³
So
fing alles an.

1. diese Koi gesehen
2. gestreichelt
3. gestaunt
4. nicht geschlafen
5. noch mal 1-3
6. noch mal 4
7. ich infiziert
Der erste Teich, ca. 12m³ , eine Tauchpumpe und ein relativ kleiner Druckfilter.
Hier sollten nun Koi hinein. Haua ha! Es war ein netter Versuch. Mit nur zwei
Fischen
hätte es vielleicht funktionieren können. Es soll jeder nach seinem persönlichen
Geschmack und innerhalb der
eigenen Möglichkeiten seien Koi-Teich verwirklichen.
Mir war es eine Lehre.

Teich Nr. 3 (seit 2007) so hatten wir es uns erträumt. Er fasst 35m³ und ist auf der linken Seite bis zu 1,80m tief.
Mit einem Leihbagger habe ich 5 Tage im schwäbischen Humus herumgekratzt.
Im hinteren Bildausschnitt sind die Filterkammern zu erkennen.
Im Gartenhäuschen befindet
sich die Steuerung.
Ich könnt schon wieder...

Zu den Bewohnern im und am Teich zähle ich meistens 45 Koi, im Frühjahr zig
verschiedene Kröten.
Unzählige kleine und große Besucher aus dem unteren Luftraum tanken hier auf..

An seinem Teich soll man sich Wohlfühlen, die Gedanken und den täglichen Stress einfach ablegen.
Einfach mal so den Kopf an `Masse` legen. Wenn ich hier eine längere Zeit sitze, hab ich einen Ruhepuls wie`n Lama.

Der Filter
Der Teich liegt in einem Südhang, oberhalb eines Waldgebietes.
Pralle Sonneneinstrahlung, gemessen am Wasserkörper eine zu große Oberfläche,
viele Fischle und viel Futter, Teile der Randbefestigung und Wasserfall zu
Teilen aus Kalksteinen, 2/3 der 35000 Liter bestehen aus hartem Leitungswasser,
eine Seerose und wenige Pflanzen am Rand, 2x Bodenabläufe und ein Skimmer.
Unterhalb der Wasseroberfläche ist kein Kies, nur die nackte Folie und ein
lichter, dünner Faden-Algenrasen welcher die Sicht auf die sch.... Folienfalten
behindert. Und ich möchte, dass es so bleibt! Habe hier 4 große Filterkammern
installiert. In der Ersten passiert die Vorfilterung und dies ist auch meine
Testkammer. Hier habe ich schon mit verschiedenen Materialien in
unterschiedlichen Anordnungen Filterungsversuche unternommen. Dahinter befinden
sich die drei Bio-Kammern mit Belüftung. Zwei Pumpen der neueren Generation
sorgen für Bewegung im Umlauf der Schwerkraftanlage. (Eine bringt durch einen
90mm Zulauf ca.18000ltr und eine weitere 8000ltr. Letztere nur, wenn es
plätschern soll)

Meine jetzige, sehr einfache Vorfilterung funktioniert endlich sehr gut. Nahezu der gesamte `Dreck` bleibt in der Vorfilterung hängen.
Ich habe wenig Arbeit damit und die Materialkosten sind kein Thema. Nun speziell etwas zu den Algen/Fadenalgen: Wenn der Algennachwuchs
sich auf den Weg macht, gelangt ein großer Anteil zunächst einmal in Hinnerk´s Vorfilterung und lernt dort permanent andauernde, starke
UVC Bestrahlung (Tauchstrahler) kennen. ( Also d.h., kein UVC-Blitzlicht in einem Vorbeiflug in zu dünnem Röhrchen) Wenn lütt Alge/Fadenalge
den feinmaschigen Vorfilter nicht unmittelbar und auf dem kürzesten Weg passieren kann, dann war es das für die `Kleine`.
Ich meine, dass es auf genau diese Weise bei mir funktioniert. Die Nährstofflieferanten werden sicher zurück gehalten, der `Fadenalgenbasis` geht
bald die Kraft aus und der Nachwuchs wandert auf meinen Kompost. Wenn sich, wie im Jahr 2006/2007, ein Gleichgewicht eingestellt hat, reduziert sich
mein Zeitaufwand für die Reinigung der Vorfilter auf etwa ein Stündchen pro Woche.
Die Bakterien in den anderen Kammern sehen mich max. zweimal im Jahr, seit ich diesen Vorfilter habe.

Hier noch eine Aufnahme die die Vorfilter-Bestandteile zeigt und die Bauanleitung in Stichpunkten. Zwei grobmaschige Kunsthoffkörbe mit 110mm Fräsloch am Boden,
passende in Trapezform ausgeschnittene Filtermatten für die innere Korbwand und einen Kreisring für den Boden. Mit der Übergangsmuffe stellt man die Verbindung
zur Bio- Kammerverrohrung her. Den grobmaschigen kleinen Pflanzkorb habe ich mittig eingelegt, damit die z.T. stark verschmutzten Filtermatten sich nicht vor die Muffe
legen können. Es fanden sich auch hin und wieder Kröten/Frösche die den Weg vom Skimmer in die Vorfilterung nahmen.
Ohne Pflanzkorb konnte ich die dann ständig aus der nächsten Bio-Kammer pulen.

Die Vorfilterung 01/2008 wird noch etwas verbessert. Habe schon eine Idee.
Die Innenhälterung

Im Grunde genommen spielt es keine Rolle für welche Filteranlage, oder für welches Filtermedium man sich entscheidet.
Wichtig ist, dass das Resultat einwandfrei passt - und dass auch das System `Mensch -Technik` funktioniert. Die Anlage muss fehlerfrei laufen und
auch zu seinem Betreiber passen. Unser Hobby ist immer mit einer gewissen
Aufbietung von Zeit, Arbeit und auch Geld verbunden. Man soll sich das daher
vorher gut überlegen.
Ich denke mein System passt zu mir. Ich zeige es ihnen hier gern. Wenn Sie
wollen?

Den äußeren Rahmen bilden drei einfache Kunsthoffbehälter mit einem Fassungsvermögen von zusammen 800 Litern (Brutto).
Den 90mm Wasser-Zulauf, vom Koi-Becken in den unteren Bereich des Vorfilters, kann ich mit einem Kugelhahn absperren. Im Vorfilter sind derzeit
noch 26 Filterbürsten, eng beieinander eingestellt. Der Wasserstrom geht in der ersten Kammer, der Vorkammer,
in die Breite und wird dadurch stark herabgesetzt.
Schon die Bürsten, an vorderster Front, fangen die ungelösten Schmutzpartikel so
schonend und sicher auf. Das es hierbei zu einem Wasserstau
oder gar einem Verschluss innerhalb der Vorfilterung kommen kann, habe ich nie beobachtet und halte ich auch nicht für möglich.

hier die Vorkammer mit Filterbürsten

Bio-Kammer (und die Carla)
rechts: Endstufe mit UVC, Pumpe

Dann geht es weiter, nun oben hinein in die Biokammer. Doch zunächst muss das
Wasser
durch die Carla. Carla hält die restlichen, ungelösten Verunreinigungen zurück.
Hier zeigt sich dann auch jedes Mal, wie gut die Vorabscheidung durch
die Bürstenkammer war. Erst nach etwa einer Woche muss ich die
Strumpfhose ersetzen.
Ich sehe es ihr dann an.

In der Biokammer geht der Wasserstrom nun von oben durch/vorbei an verschiedenen
Kunststoff – Filtermaterialien. Wenige Liter Kaldness, einige Liter Filterwatte,
ca. 60 Liter Kunststoffspäne(Drehspan) und viele Raschelsäckel (im restlichen
Deutschland sind das eher Kartoffel- oder Gemüsesäcke). Letztere habe ich seit
dem Frühjahr 07 mit sehr viel Erfolg im `missbräuchlichen` Einsatz. Wie ich das
gemacht habe zeige ich im Anschluss. Alle Materialien ruhen wiederum in eigenen
Filtersäcken. Da bewegt sich erst einmal nichts. Auf dem Grund der Biokammer
sind einige Luftausströmer, welche die Destruenten mit reichlich Sauerstoff
versorgen und das Wasser zum brodeln anregen.
In der letzten Kammer - unten geht’s seitlich hinein - befindet sich die Pumpe
(10000ltr/h), ein UVC-Tauchstrahler und auch noch mal zwei Luftausströmer. Ja,
soviel zu dem Filter meiner Innenhälterung.

Am Ende habe ich zwei regelbare 50mm Zuläufe installiert. Der untere Zulauf mündet in der Nähe des Beckengrundes, gegenüber dem Auslauf.
Der zweite Zulauf führt zu einem kleinen Indoor -Wasserfall. Dies ist ´ne Spielerei, die aber gut aussieht und das Wasser erhält
noch eine kleine Erfrischung, Entspannung an der Luft, bevor es wieder zu den Fischen muss.
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