Der Teich von Familie Inderwisch                                                                                                                                                                             Stand: 27.01.2007

 

Dies war ein Geschenk meiner Frau aus dem Jahr 2003, als ich 9 Wochen am Stück im Ausland war

 

ca. 5000 Liter Gartenteich in mehreren Ebenen bis zu 110 cm Tiefe kein Filter nur ein Springbrunnenfrosch

Als Dank gab's dann den gewünschten Strandkorb, da sie den Platz schon gepflastert hatte

 

Tja, und dann wurden Koi gekauft, neben Goldorfen, Sterlet und Bitterlingen. Ich wollte dann aber irgendwann nur noch Koi und hatte natürlich die ersten Verluste durch Nachbarschaftskatzen, schlechte Wasserwerte, Krankheiten usw. zu beklagen. Dazu kam grünes Wasser und durch den kompletten Wasserwechsel die ersten Verluste durch zu hohe Temperaturunterschiede usw. Alles in allem, alle Fehler, die man machen konnte bei null Ahnung, wurden gemacht.

Dazu kam dann ein tägliches Reinigen der Kotmenge von ca. 20 Koi in unterschiedlichen Größen und ein immenses Fadenalgenproblem. Kostete täglich 20 min Abfischen mit dem Kescher.

Was fehlte, waren ganz einfach Bodenabläufe und viel mehr Wasser…..

Also woher mehr Wasser nehmen ?????

Unter den Randsteinen war noch Folie vorhanden (PVC mit vielen Falten und Dreck dazwischen), die wurde an eine 40 cm Randmauer hochgelegt und schon kamen wir auf 12.000 Liter und natürlich musste nun der erste Filter her, eine 50 Liter Tonne, die gar nichts brachte, also einen gebrauchten Mehrkammerfilter mit Vortex, der brachte schon etwas, aber erst als die Bitron UVC kam und dann, nach einer 8.000 Liter Pumpe, eine Promax mit 20.000 Litern, die natürlich für den Filter zu groß war, wurde also nochmals der größten Oasefilter, ein Biotec 36 gekauft und gleich noch ne 200 Liter Regentonne vor den Bachlauf als Biofilter, da lief das System so langsam. Und auf den Grund schauen konnte ich auch wieder. Ich weiß, die meisten schwören nicht auf Oase, aber es hatte einigermaßen gefunzt und später wurde der Biotec 36 ja auch um einen Patronenfilter erweitert.

Da wir vorher nie so lange gemeinsam den Garten und insbesondere den Teich genossen hatten, sollte also ein richtiger Koiteich her. Zuerst sollte der bestehende Teich mit Vortex und Bodenabläufen auf 2 Meter vertieft werden. Da zwischenzeitlich wegen der Fresslust der Koi sämtliche Pflanzen aus dem Teich herausgenommen wurden, musste aber zunächst ein Zweitteich her, der kam von Ebay für 115 Euro und aus GFK mit ca. 1.200 Litern

 

Wieso muss man den GFK-Teich eingraben, der Hang geht doch zum Hochteich und die Erde von den neuen Zuleitungen und dem weiteren Teichausbau muss auch irgendwo bleiben. Also, dies wurde ein Hochteich nur für Pflanzen und inzwischen auch für den Nachwuchs unserer Koi.

der wurde natürlich mit Nachtabschaltung (wegen dem Sauerstoffverbrauch der Pflanzen) mit dem Hauptteich verbunden wurde. Das mit den kommunizierenden Röhren hatte nicht so ganz geklappt... Trotzdem läuft das System nun mit einer 5.500 Liter Pumpe und einem Rückschlagventil, damit er bei Abschaltung zur Nacht nicht leer läuft.

Vorher wurde aus dem Keller die Verbindung mit dem neuen Wärmetauscher und der Sandfilteranlage gelegt. Man hat im Januar ja nicht allzu viel zu tun und immer ist der Boden auch nicht gefroren. Neben dem 500 l Quarantäneaquarium, in dem zu viele, zu große Koi gepflegt werden mussten, wurde viel Elektrik und Wasserversorgung installiert:

draußen wurde bei gutem Wetter der neue Filterschacht für den Vortex gebaut und nebenher noch die Versorgungsgrube für den Hochteich und die Warmwasserversorgung:

Es musste natürlich noch eine Kanalisation von ganz hinten zu Kanalisation am Haus angeschlossen werden, heißt erst einmal bis zu 1,20 m Tiefe auf 15 Meter Länge ausheben. Schließlich muss das Schmutzwasser ja auch irgendwo hin. Trotzdem, da war hinten noch eine Ecke vor der Gartenlaube, da wuchs eh nix besonderes und da könnte man doch:

der muss natürlich mit dem eigentlich Teich verbunden werden und da kann man zwischenzeitlich die Koi ( so ca. 20 von 15 bis 60 cm Größe) parken, während der Hauptteich vertieft wird.

am Rand habe ich eine Stufe aus Kalksandstein gemauert, dann wurde die Folie verlegt und auf die Stufen wurden nochmals Felsen hoch gemauert, damit man die Folie nicht mehr sieht. Diese Steine stehen ca. 10 cm im Wasser und von der Optik ist das Klasse. Diese Felsen sind dann die Begrenzung nach außen, nach oben und nach innen. Handverlesen bei uns aus dem Steinbruch des Piesbergs. Die Tonne kostet ungefähr 30 Euro. Zum Mauern im späteren Teich habe ich Trust-Zement genommen, der nicht so alkalisch ist, dafür aber doppelt so teuer und anschließend mit einem auf Silikonbasis aufgebauten Isolieranstrich die Fugen imprägniert. Und noch ein Versorgungsschacht für das Wasser zum Zweitteich und den Keller für den Wärmetauscher und die dort zu installierende Filteranlage:

Meine Damen wollten dann natürlich auch gerne eine Brücke, nicht das ich hauptberuflich noch das Geld für den Umbau verdienen müsste....

Inzwischen war nicht nur die Brücke fertig, die Folie im Anbau fixiert, der Wasserfall fertig, dazu noch ein Patronenfilter selbst gebaut, der zwischengeschaltet wurde, und der Pflanzrand gemauert:

ich hoffte nur, dass ich die beiden EPDM Folien zwischen den Teichen dann auch verbinden konnte, denn ansonsten ...... Zusätzlich zum Bepflanzen der Beete und zur Abgrenzung im Teich habe ich eine Stufe im Teich gemauert, dann Folie drüber und dort nochmals die Felsen im Wasser in ein Zementbett gelegt. So kommen die gefräßigen Freunde nicht mehr an die Pflanzen ran und können keinen Kies in den Teich schubsen. Die EPDM Folie ist dermaßen dehnbar, dass keine Risse entstehen. Leider konnte man nur bei leerem Teich mauern, heißt man kann die Falten in der Folie nicht so gut nach oben wegziehen, darum muss ein wenig unter Spannung gemauert werden. Hatte beim Anbauteich aber gut geklappt, wenn ich bedenke was für Wahnsinnsfalten ich in der PVC Folie hatte.....

Zum Glück habe ich die Idee mit dem Kinderplanschbecken als Zwischenlager der Koi aufgegeben, denn im neuen Anbau des Teiches, der unter der Brücke mit dem alten verbunden wurde, fühlten sich unsere Koi pudelwohl, wenn der Auslauf auch nicht soooo groß war.

Verbunden mit dem Pflanzteich dürften es so an die 7.000 l gewesen sein, die als Übergangsquartier dienten. Leider war der neue Wasserfall, gespeist von einer 15.000 l Pumpe dann doch etwas laut und ich konnte zum Glück auf einen Abzweig im Zulauf zurückgreifen, um einen über Kugelhahn gesteuerten Direktzufluß in den Teich zu verbauen.

Und so zeigte sich unsere Baustelle dann kurz vor dem großen Aushub (per Hand und ohne die Möglichkeit auf einen Bagger zurückzugreifen) Ein Teil des Aushubs ging in einen Container, der Rest wurde zur Aufschüttung des Vorgartens als Steingarten verwertet; glorreiche Idee meiner besseren Hälfte, da ich ja sonst nichts zu tun hatte. ;-)

Irgendwann kamen wir dem Erdmittelpunkt dann auch näher:

Ca. 210 cm Tiefe waren dann irgendwann im vorderen Teil erreicht und es wurde modelliert.

Mit Steinen im Untergrund hatten wir keine Probleme.

Anschließend wurden 140 qm EPDM Folie eingebracht.

Dann wurde die Randmauer fertig gestellt, so dass keine Folie mehr sichtbar ist.

Und wenn man denn den Teich glaubt fertig zu haben, bekommt man neue Ideen für die Filteranlage.

Da ich günstig einen 100er Ultrabead Filter mit Turbovortex kaufen konnte, wurde umgerüstet. Alles was Oase hieß oder Patronenfilter wurde veräußert.

Dafür musste dann allerdings ein Filterhaus entstehen, wo die gesamte Technik untergebracht werden konnte. Im Jahre 2007 wird das ganze noch mit den gleichen Steinen wie an der Teichberandung verklinkert und der zweite Wasserfall direkt am Filterhaus installiert, um von dort über ein Bachbett zurück in den Teich zu gelangen.

Dies war dann die Freizeitbeschäftigung 2006:

Und hier die geballte Technik mit Turbovortex, UB 100, Monsterbead mit 800 l Inhalt und 300 l Helix sowie Eiweissabschäumer, Zeolithfilter, UV-Lampe und Helixbecken.

Dazu läuft über Zeitschaltuhr eine 2 g Ozonanlage, die in den Teichrücklauf einbläst.

                     

Dazu 2 Pumpenkreisläufe, einmal über Spaltfilter und Helixbecken als Reserve, die Hauptpumpe ist eine Schwimmbaddruckpumpe die durch die komplette Anlage läuft und geregelt wird über einen Frequenzumrichter.

Der UB wurde dann noch getunt, indem die Schlitzrohre im Inneren gegen 100er Edelstahlfilterkörbe getauscht wurden, was ca. 2 m Wassersäule weniger bedeutete.

Meine bisherige Sandfilteranlage im Keller setzte sich zu schnell zu und wurde gegen einen selbstgebauten Ultrabeadfilter mit Turbovortex getauscht.

Inzwischen schwöre ich auf die Beadfiltertechnologie, da noch nie so klare Wasser erreicht wurde, so dass sehr viele Schwebstoffe herausgefiltert werden.

Betrieben wird diese Filteranlage im Winter, falls es draußen doch zu kalt wird und im Sommer als Reserve. Sie läuft im Dauerbetrieb mit einer 6000 l Teichpumpe und kann bei Bedarf auch mit einer Schwimmbadpumpe betrieben werden.

Über den Wärmetauscher wird der Teich im Winter bei 8 Grad gehalten und ist mit 3 cm Styroduroplatten abgedeckt. Ausfälle oder Krankheiten gab es so nicht mehr.

Weiterhin kann ich im Frühjahr und Herbst damit Temperaturschwankungen abfangen.

Und hier die ein Teil der feuchten Freunde:

Mitleid bekommt man geschenkt! Neid muss man sich hart erarbeiten.......

 

Klicken Sie hier, um einen Kommentar zu diesem Beitrag abzugeben


Kommentare zu Beispielteiche Familie Inderwisch


zurück

Leser Teiche    Alles über Koi    Unser Teich    Gästebuch    Links    News/Termine  

Copyright (c) by Familie Inderwisch & Angelika & Fred Süselbeck