Der Aufbau des Koi
Der Koi von innen
Dieser schematische Überblick zeigt die Lage der wichtigsten Organsysteme in der Körperhöhle.

Das
Herz ist auch für den Koi das wichtigste Organ. Die Form ähnelt ein muskulöser
Schlauch und hat vier Kammern. Die dritte Kammer stellt die Pumpfunktion sicher
und hat dicke und muskulöse Wände.
Die Kiemen sind vergleichbar mit den Lungen des Menschen. Hier wird Kohlendioxid
(CO2) gegen Sauerstoff (O2) ausgetauscht. Dies nennt man "äußeren Atmung". Bei
der Osmoregulation (= Wasser- / Salzhaushalt), spielen die Kiemen ebenfals eine
wichtige Rolle, sowie bei der Exkretion. Auf den Kiemen befinden sich
Kiemenfilamente die fächerförmig angeordnet sind. Sie sehen aus wie eine
Ziehhamonika, haben eine grosse Oberfläche und sind äusserst dünn und fördern
somit den Gas- und Salzaustausch mit dem Blut.
Das zuviel aufgenommene Wasser bei der Osmoregulation wird mit stark verdünntem
Harn über die Nieren wieder ausgeschieden. Die Milz ist die Fabrik für rote- und
weiße Blutkörperchen. Hier werden sie gebildet, gespeichert und wieder abgebaut.
Die Leber beim Koi ist sehr gross und besteht aus mehreren Leberlappen. Hier
wird das Glykogen (= Speicherform von Glykose) gespeichert, um später, zerlegt,
als Brennstoff an den Zellen weiterzugeben. Verbrauchte rote Blutkörperchen
werden von der Leber abgebaut. Hierbei entsteht der Farbstoff Bilirubin, welcher
in der Gallenblase zwischengespeichert wird um später, in der Gallenflüssigkeit
aufgelöst, im Dünndarm bei der Fettverdauung zu helfen.
Der Pankreas produziert Enzymen, womit später im Dünndarm die Nahrung
enzymatisch verdaut werden kann. Die Nieren sind paarige Organe und befinden
sich beidseitig der Wirbelsäule. Sie bestehen überwiegend aus kleine Röhrchen (=Tubuli)
die mittels eines Gangsystems miteinander verbunden sind. Die einzelne Gänge
verschmelzen zum Harnleiter, welcher direkt hinter der Afterflosse endet und die
Ausscheidung stattfindet. Die Tubuli werden von ein feines und enges
Blutgefässsystem umgeben (=Kapilaren). Die Abfallstoffen werden durch die Tubuli
aus dem Blut gefiltert und später mit dem überschüssigen Wasser als Harn
ausgeschieden. Außer der Reinigung des Blutes, regulieren die Nieren auch den
Wasser- und Salzgehalt des Blutes.
Die Schwimmblase hilft dem Koi schwimmen, wie der Name es vermuten lässt. Die
Form der Schwimmblase entspricht in etwa ein Schlauch mit einer Einengung. Sie
ist verbunden mit dem Darm. In der Schwimmblase befindet sich ein Gasgemisch,
welches die der Luft sehr ähnelt.Das Gehirn des Koi's ist relativ klein und
besteht aus 5 Abschnitten: Vorderhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn, Kleinhirn und
Nachhirn. Das Vorderhirn ist zuständig für den Geruchssinn.
Das Zwischenhirn besteht aus 2 Teilen : das Pinealorgan und die Hypophyse. Das
Pinealorgan stimuliert die Ausschüttung von Sexualhormonen und nimmt die
Tageslängen wahr. In der Hypophyse werden Hormone produziert, die zuständig sind
für Wachstum, Fortpflanzung und Aktivierung von Drüsen. Mittelhirn, Kleinhirn
und Nachhirn stehen in enger Zusammenhang.
Mittelhirn und Kleinhirn sind für die Bewegungsabläufe zuständig. Das Sehen wird
auch vom Mittelhirn verarbeitet. außerdem wird vermutet, dass das Mittelhirn
auch für das Gedächtnis genutzt wird. Die entstehung von Gehirnnerven, die
Versorgung des Seitenlinienorgans mit Nervenzellen und einfache Bewegungen
werden vom Nachhirn koordiniert.
Das Rückenmark erstreckt sich fast über die Gesammtlänge des Körpers und
fungiert als Signalgeber des Körpers an das Gehirn.
Dies ist das Versorgungs- und Transportsystem. Der Transportträger ist das Blut, welches Sauerstoff und Nährstoffe über die Arterien zu den Organen und Zellen bringt und Kohlendioxid zu den Kiemen sowie Abfallstoffen zu Kiemen und Nieren über die Venen abführt. Der "Motor" dieses Systems ist das Herz. Das Blut wird zuerst zu den Kiemen und das Gehirn gepumpt und dann zu den anderen Organen, von woaus es wieder zurück zum Herzen gelangt.
DER KOI VON AUßEN
Die Stromlinienform von Koi ist typisch für die Karpfenfamilie,zu der diese Fische gehören.Der kräftige,hochrückige Körper und die wohlentwickelten Flossen verleihem den Koi Schnelligkeit und Manövrierfähigkeiten im Wasser. Die beiden Paare Barteln am Maul sind sehr sensibel.

Der Koi verfügt über fünf verschiedenen Flossen: eine Rückenflosse, Schwanzflosse, Afterflosse, sowie Flossenpaare: Brustflossen und Bauchflosse. Sie dienen der Stabilität und der Fortbewegung. Die Flossen haben die Form eines Fächers und bestehen aus ein Skelet, welches mit einer Haut überzogen ist. Schäden an den Flossen heilen in der Regel wieder. Die Flossen sind auch ein guter Index für den Gesundheitszustand des Koi. Hält er sie dicht am Körper, dann geht es ihm nicht gut.
Die Haut, bestehend aus einer Oberhaut (=Epidermis) und einer Lederhaut (=Corium), ist mit Schuppen überzogen. Jede einzelne Schuppe besteht aus ein extrem dünnes knochenähnliches Plättchen. Die Schuppen liegen in einer tiefen Schuppentasche und haben insgesamt eine ähnliche Struktur wie eine Dacheindeckung. Das schleimige Erscheinungsbild des Koi beruht auf die Ausscheidung eines entzündungshemmendes Secrets was für die Gesundheit des Tieres unabdingbar ist. Dieses Secret wird von Drüsenzellen in der Oberhaut hergestellt. Außer der entzündungshemmende Wirkung wird der Koi hierdurch auch noch wasserschlüpfriger, da der Reibungswiderstand sich verringert. Die Lederhaut enthält Farbpigmente, die für die Farbenpracht des Koi zuständig ist. Auf den Schuppen befinden sich Sommer-, sowie Winterringen, womit das Alter des Koi bestimmt werden kann. Wird der Koi allerdings auch im Winter in ein beheizten Teich oder ein Überwinterungsbecken gehalten, dann sind die Winterringen nur sehr schwach ausgebildet und das Alter ist nur schwer bestimmbar.
Der Koi verfügt über 5 Sinnesorganen. Das Wichtigste ist das kaum erkennbare Seitenlinienorgan, mit dem er Schwingungen wahrnehmen kann. Also schlagen Sie im Winter keine Löcher ins Eis, denn das fühlt sich für die Koi schrecklich an. Mit den Augen kann der Koi sehr gut sehen im Vergleich zu anderen Fischarten. Sie sind 360° drehbar und haben keine Lieder, er "schläft" also mit offenen Augen. Er erkennt Feinde, Futter und natürlich auch sein Frauchen oder Herrchen problemlos. Es empfielt sich bei der Fütterung immer auf gleicher Art und Weise vorzugehen, denn die Koi können sich die Vorgangsweise merken und werden somit schneller zutraulicher. Die Barteln und die Nasenöffnungen, hiervon gibt es 4 Stck., sind mit Geschmacksknospen übersät. Koi können gleich gut riechen wie Hunde. Auf jeder Körperseite befinden sich 2 Nasenöffnungen die miteinander verbunden sind. Durch diese Verbindung fliest das Wasser und die darin gelöste Stoffe können so wahrgenommen werden. Der Geruchssinn ist wichtiger als die Sehfähigkeit bei der Futtersuche. Die Barteln dienen auch der Futtersuche. Beim wildlebenden Karpfen, die ihre Nahrung am Grund suchen (=Gründlen), sind sie von essentieller Bedeutung. Beim Koi jedoch verlieren sie an Bedeutung, da Koi-Halter Ihre Tiere meistens mit schwimmenden Futter füttern, um Ihre Lieblinge bewundern zu können. Der Koi spürt mit dem Geruchssinn ein Nahrungsbereich auf und findet die einzelne Futterpartikel mit den Barteln. Der Mund dient der Futteraufnahme. Mit ihm erkennt der Koi durch Geschmacksknospen ob ihm die Nahrung auch schmeckt. Ist dies nicht der Fall, dann spuckt er es sofort wieder aus. Futtermitteln werden mit meist Geschmacksstoffen angereichert, damit es den Tieren besser schmeckt. Das Ohr dient der akustische Wahrnung sowie dem Gleichgewichtssinn. Er orientiert sich damit im Wasser und kontrolliert seine Bewegungen, wie bei den Menschen.
Das Skelett des Koi bietet den inneren Organen Schutz und den Muskeln ein Haltepunkt. Es fungiert als Rahmen. Die gelenkige Wirbelsäule gibt dem Koi ein hohes Maß an Beweglichkeit. Die ersten 4 Wirbeln sind zum Weberschen Knöchelchen zusammen gewachsen. Dieses Knöchelchen verbindet Schwimmblase und Innenohr. Die von der Schwimmbase aufgenommenen Schwingungen werden an das Innenohr weitergeleitet. Der Koi kann hiermit sehr gut hören
Leser Teiche Alles über Koi Unser Teich Gästebuch Links News/Termine